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21/03/2019

Sonn- und Feiertagsöffnungen: Gipfeltreffen in Bozen

Treffen hds, LR Achammer und Confcommercio

V.l. hds-Präsident Philipp Moser, Confcommercio-Vizepräsident Lino Enrico Stoppani, Landesrat Philipp Achammer und hds-Vizepräsident Sandro Pellegrini.
Vor kurzem hatte der hds den neuen Vorschlag der gesamtstaatlichen Verbände der Großverteilung und des Handels – auch des Dachverbandes Confcommercio – zu den Sonn- und Feiertagsöffnungen vehement kritisiert. Die Reaktion aus Rom blieb nicht lange aus, und so ist es gleich darauf zu einem Treffen in Bozen gekommen.

hds-Präsident Philipp Moser und Vizepräsident Sandro Pellegrini besprachen dabei das Thema gemeinsam mit dem Landesrat für Handel und Dienstleistungen, Philipp Achammer, und dem Vizepräsidenten der Confcommercio, Lino Enrico Stoppani.

Die hds-Führung bekräftigte dabei ihre Meinung: „Dieser Vorschlag ist für Südtirol nicht akzeptabel. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Mit der vorgeschlagenen Lösung herrscht für alle Sonntage und für alle Geschäfte bis zu 400 Quadratmetern Verkaufsfläche weiterhin die totale Liberalisierung rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr“, so Moser und Pellegrini. Immerhin fallen in Südtirol 82,65 Prozent aller Verkaufspunkte in diese Kategorie.

Für den hds bleibt es somit dabei: Es braucht für Südtirol eine lokale Bestimmung und eine auf die Bedürfnisse des Territoriums zugeschnittene Lösung. Unterstützung erhält der Verband auch vom zuständigen Landesrat Achammer, der auch für den Weg der Autonomie plädiert.

Die hds-Führung konnte beim Treffen dem Vizepräsidenten des Dachverbandes die Besonderheiten des Landes näher darlegen und die Argumente vorbringen, die für eine autonome Regelung sprechen. Vor allem die einmalige Südtiroler Realität im Handel mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen kleinen und mittleren Fachgeschäften und familiengeführten Betrieben sowie Großverteilern in Wohngebieten und einer intakten Nahversorgung, die in den Alpenregionen und darüber hinaus seinesgleichen sucht, konnten Stoppani überzeugen, dass eine gesamtstaatliche Lösung für Südtirol nicht geeignet ist.

„Unsere Situation ist nicht vergleichbar mit anderen italienischen Regionen. Wir müssen bewusst machen, dass Südtirol nun einmal eine andere Handelsstruktur hat und daher eine eigene Regelung bei den Sonn- und Feiertagsöffnungen braucht. So wie bereits in anderen Bereichen des Handels die Südtiroler Situation berücksichtigt wird, wie bei der Ausübung des Einzelhandels in den Gewerbegebieten“, erklärt Achammer.

Überzeugend wirkte abschließend auch das Argument, dass in Südtirol Vollbeschäftigung herrscht und somit auch hier der Vergleich mit den anderen Regionen hinkt. „Hierzulande wird es immer schwieriger, gute undqualifizierte Fachkräfte, gerade im Handel, zu finden. Von daher sollten wir uns auf der einen Seite für zeitgemäße und innovative Ausbildungsmodelle sowie neue Bildungswege und Berufsperspektiven für die Jugend einsetzen und auf der anderen Seite für das Image für dieser Berufe, um den Jugendlichen für qualifizierte Fachberufe zu begeistern“, so der hds. Öffnungszeiten rund um die Uhr wären hier genau der falsche Weg.
 
 
 
 
 
 
 
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