Wir verwenden Cookies für die beste Nutzererfahrung. Es werden Cookies von Dritten eingesetzt, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu. Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
 
 
 
01/02/2019

Sonn- und Feiertagsöffnungen: Eigene Südtiroler Lösung!

hds: „Materie wieder autonom regeln“

hds-Präsident Philipp Moser
Der neue Gesetzesentwurf der beiden italienischen Regierungsparteien zu den Sonn- und Feiertagsöffnungen im Einzelhandel wurde in diesen Tagen in der zuständigen Wirtschaftskommission der Kammer eingebracht und soll nun behandelt werden. Der hds begrüßt auf der einen Seite, dass das Thema der Geschäftsöffnungszeiten wieder auf die Tagesordnung der parlamentarischen Tätigkeit kommt, zeigt sich aber auf der anderen Seite mit den Inhalten des Entwurfes nicht einverstanden.

So sieht der neue Gesetzesentwurf 26 Sonntagsöffnungen (von insgesamt 52) und die Schließung an 12 Feiertagen (allerdings mit Ausnahmen für vier Feiertage, die die Regionen festlegen können) vor. Die Regionen sollen auch die 26 Sonntage für die Öffnungen festlegen. Weitere Ausnahmen gibt es für Tourismusgebiete und Nahversorgungsbetriebe.
 
„Wir sind für die Wiedereinführung einer Regelung der Sonn- und Feiertagsöffnungen im Sinne der Vielfalt unseres Handels. Der Sonntag ist, so wie es unsere Werte und Tradition vorsehen, ein Ruhetag und schafft damit Freiraum für persönliche Interessen, Gemeinschaft und Familie“, erklärt hds-Präsident Philipp Moser. Allerdings setzt sich der Verband für eine lokale Bestimmung und für eine auf die Bedürfnisse Südtirols zugeschnittene Lösung ein. Bereits vor einigen Monaten ist ein neues Konzept für ein entsprechendes Landesgesetz ausgearbeitet worden.

Das Konzept des hds sieht vor, dass in Südtirol großteils (83 Gemeinden) bis zu acht Sonn- und Feiertagsöffnungen im Jahr erlaubt sind. Vier Tage werden von der jeweiligen Gemeinde festgelegt, die anderen vier auf Landesebene von der Handelskammer jeweils in Absprache mit den repräsentativsten Verbänden. Ausnahmen zu dieser Regelung gibt es für zwei Kategorien von Tourismusorten sowie für Nahversorgungs- und Traditionsbetriebe.

Voraussetzung für eine eigene Landesregelung ist nun, dass auch für die Öffnungszeiten die Zuständigkeit vom Staat an das Land übergeht und die Materie wieder autonom geregelt wird. Eine entsprechende Durchführungsbestimmung zum Autonomiestatut hat das Land bereits in Rom eingebracht. „Darauf aufbauend kann dann eine eigene Südtiroler Regelung verabschiedet werden. Und in diesem Sinne werden wir auch mit Landeshauptmann Arno Kompatscher, mit dem neuen Landesrat für Handel, Philipp Achammer sowie den Südtiroler Parlamentariern in Rom das Thema weiterbringen“, kündigt abschließend hds-Präsident Philipp Moser an.
 
 
 
 
 
 
Teilen. Empfehle diese News deinen Freunden weiter.
 
 
 

Das könnte Sie auch interessieren
 

26/10/2020

Covd-19: strengere Maßnahmen in Südtirol

Ab Montag, 26. Oktober 2020 und vorerst bis Dienstag, 24. November 2020 gelten auch in Südtirol neue, strengere Maßnahmen, auch für die Bereiche Handel und Gastronomie.

Die neue Verordnung (siehe Dringlichkeitsmaßnahme Nr. 49 am Ende ...
 
 

26/10/2020

Neue Phase mit neuer Notverordnung

„Die neue Südtiroler Notverordnung geht in die richtige Richtung. Wir müssen die drei Säulen Wirtschaft, Arbeit und Schule weiterlaufen lassen, auch wenn in etwas reduzierter Form. Es ist besser jetzt, strengere Regeln gelten zu ...
 
 

23/10/2020

Zukunft des Handels auf öffentlichen Flächen in großer Gefahr

In der letzten Dringlichkeitsmaßnahme des Landeshauptmannes ist vorgesehen, dass die Bürgermeister im Bereich der Märkte auf Gemeindeebene weitere einschränkende Maßnahmen erlassen dürfen. „Die Wanderhändler sind nicht mehr gewillt, ein zweites Mal ...
 
 

22/10/2020

Reisewarnung für Südtirol: „Die Sorge ist groß!“

„Ich möchte das Wort Katastrophe nicht in den Mund nehmen, aber die Sorge ist sehr groß“, so die erste Stellungnahme von hds-Präsident Philipp Moser zur ausgesprochenen Reisewarnung für Südtirol durch das deutsche ...