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25/06/2021

Schwieriges Jahr hinter uns

Vollversammlung der Handelsagenten und -vertreter FNAARC

An der virtuellen Versammlung haben die Verbands- und Vorstandsmitglieder des FNAARC teilgenommen: v. l. Roberto Maffia, Elena Montagnoli, Vito De Filippi, Bernadette Unterfrauner und Maurizio Degasperi.
Bei der 56. Vollversammlung der Handelsagenten und -vertreter FNAARC im hds wurden die für die Berufsgruppe zurzeit wichtigsten Themen in Angriff genommen, u. a. die allgemeine branchenspezifische Lage, die Covid-Unterstützungsmaßnahmen von Staat und Land und das heikle Thema des Wettbewerbsverbots bei Vertragsbeendigung im Agenturvertrag.

Beachtliches Maßnahmenpaket
In seinem Jahresbericht sprach Präsident Vito De Filippi von den vergangenen, für die Berufsgruppe extrem anspruchsvollen, Monaten: „Wir haben ein äußerst schwieriges Jahr hinter uns und hoffen, dass der immer noch prekären Gegenwart umgehend eine Zukunft mit mehr Sicherheiten folgt. Die staatlichen Beihilfen im vergangenen Frühjahr waren nicht nur unzulänglich, sondern auch mit den Ateco-Codes gekoppelt, was zu Schwierigkeiten und einer ungleichen Behandlung innerhalb der Berufsgruppe führte.”
In der jüngst verabschiedeten Bestimmung „Sostegni“ wurde vorerst die Voraussetzung der Ateco-Codes gestrichen. Es bleibt jedoch ein zeitlicher Unterschied gegenüber den anderen Berufsgruppen bestehen, was auf die branchenspezifischen Eigenheiten des Berufs des Handelsagenten und -vertreters zurückzuführen ist.
„Das Land hat ein beachtliches Maßnahmenpaket geschnürt, das hoffentlich unseren Anforderungen genügen wird. Was uns aber wirklich weiterhelfen wird, ist der Wirtschaftsaufschwung”, meint Präsident De Filippi.

Landesmaßnahmen
Hds-Direktor Bernhard Hilpold erläuterte die Landesmaßnahmen, wobei er sowohl von den Verlustbeiträgen als auch von den auf die Fixkosten bemessenen Zuschüssen sprach. Jasmin Lumetta und Lisa Baumgartner von der Rechtsberatung der hds Servicegenossenschaft sprachen das heikle Thema des Wettbewerbsverbots bei Vertragsbeendigung im Agenturvertrag an.

Entschädigung bei Vertragsbeendigung
Der gesamtstaatliche FNAARC-Präsident Alberto Petranzan ging auf Themen von gesamtstaatlichem Interesse ein, zum Beispiel auf die Probleme der vor etlichen Monaten angekündigten Auszahlung eines Teils der Entschädigung bei Vertragsbeendigung (FIRR) durch die Stiftung Enasarco. Das Problem konnte bisher keiner Lösung zugeführt werden und steht immer noch im Mittelpunkt der Diskussion zwischen den zuständigen Ministerien und dem Enasarco-Vorstand. Das Thema ist äußerst heikel: einerseits sollte man für die Interessen der Agenten eintreten, andererseits gilt es, das für die zukünftige Auszahlung der Enasarco-Renten erforderliche Gleichgewicht zu wahren. 2020 haben rund 9000 Agenten ihre Tätigkeit eingestellt, geändert oder beendet, doppelt so viele wie 2019.
Das sind besorgniserregende Signale, da die fehlenden Beitragsleistungen der noch tätigen Agenten, die Sicherheit einer gerechten Rente für alle ernsthaft aufs Spiel setzt.

Erneuerung der wirtschaftlichen Abkommen
„Trotz der gleichgültigen Haltung gegenüber unserer Tätigkeit, braucht uns die italienische Wirtschaft unbedingt. Die neue Regierung sollte daher verstehen, wer wir sind und wie es in unserer Berufsgruppe, die mehr als 70 Prozent des Bruttoinlandprodukts vermittelt, funktioniert”, betont Vizepräsident Sergio Mercuri in Bezug auf die Erneuerung des wirtschaftlichen Abkommens für Handel und Industrie und die Verhandlungen über den Onlinehandel. Was letzteren Bereich betrifft, beabsichtigt man weiterhin einen Teil des im Zuständigkeitsgebiet des Handelsagenten und -vertreters online erzielten Umsatzes zu verlangen, wobei den Agenten und Vertretern die ihnen zustehenden Provisionen zuerkannt werden sollten.

Abschließend äußerte Präsident Vito De Filippi die Hoffnung, dass sich die Branche baldigst erholen und dass man sich wieder persönlich treffen könne. Der menschliche Faktor sei äußerst wichtig und man vermisse ihn sehr.
 
 
 
 
 
 
 
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