Wir verwenden Cookies für die beste Nutzererfahrung. Es werden Cookies von Dritten eingesetzt, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu. Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
 
 
 
01/08/2019

Mehr Wertschätzung für Südtirols Dolmetscher

Problematik Ausschreibungen im Mittelpunkt – Berufsverband trifft Landesrat

Zufrieden nach dem Treffen: v.l. Landesrat Philipp Achammer, Präsidentin Ulrike Egger, Evelyn Tarasconi, Evi Dalcomune und die Bereichsleiterin für die Fachgruppen im hds, Lorena Sala.
„Südtirols Privatwirtschaft schätzt und honoriert unsere Leistungen. In der öffentlichen Verwaltung werden hingegen viele Aufträge nach dem Kriterium des billigsten Preises an provinzfremde Anbieter vergeben. Mit diesen Preisen können wir nicht mehr mithalten“, betont Südtirols Dolmetscherverband, der im hds angesiedelt ist.

Um diese Problematik den zuständigen politischen Entscheidungsträgern näher aufzuzeigen und Handlungsbedarf zu signalisieren, traf sich vor kurzem eine Delegation des Verbandes angeführt von Präsidentin Ulrike Egger mit dem Landesrat für Dienstleistungen und für deutsche Kultur, Philipp Achammer.

„Die Sprache in Südtirol leidet unter der mangelnden Qualität von Übersetzungen. Etwa viele Übersetzungen ins Deutsche sind nicht Deutsch, sondern schlichtweg übersetztes Italienisch. Fehlendes kulturelles Hintergrundwissen schmälert die Qualität der Übersetzungen. Das möchten wir ändern“, erklärt Evelyn Tarasconi als langjähriges Vorstandsmitglied. „Dolmetschern und Übersetzern - meist Freiberufler oder kleine Einzelfirmen - kommt in Südtirol eine wichtige Rolle zu. Sie sind nicht nur Sprachmittler, sondern auch Kulturmittler. Unsere Stärke ist die Kenntnis von Sprache, Kultur, Geschichte und Besonderheiten Südtirols.“

Die Aufträge werden über den elektronischen Markt des Landes (EMS) abgewickelt. Dort gibt es seit 2017 den sogenannten Katalog der „Sprachdienstleistungen für öffentliche Verwaltungen in Südtirol“. Darin kann sich jeder eintragen, der erklärt, bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen, wie etwa u.a. Kenntnis der regionalen sprachlichen Gepflogenheiten oder der sprachlichen, kulturellen verwaltungsmäßen Besonderheiten der Provinz.

„Das Problem liegt darin, dass diese Voraussetzungen theoretisch sicherstellen sollen, dass Übersetzer und Dolmetscher beauftragt werden, die unseren sprachlichen und kulturellen Besonderheiten gerecht werden“, sagt Vorstandsmitglied Evi Dalcomune. Praktisch werden aber Aufträge an Personen vergeben, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen. „Es bedarf somit einer fachkompetenten Überprüfung der Anträge auf Eintragung in den Katalog“.

Landesrat Achammer, der die Anliegen des Berufsverbandes teilt, wurde beim Treffen ein Promemoria ausgehändigt mit einer Reihe von Verbesserungsmaßnahmen in der Auftragsvergabe von Seiten der öffentlichen Veraltung.

Der Südtiroler Dolmetscherverband wurde 1986 gegründet und setzt sich für die Wahrung der Interessen der Dolmetscher ein. Hauptziel des Verbandes ist die Förderung der Qualität von Dolmetschleistungen bei Tagungen und Kongressen in Südtirol.
 
 
 
 
 
 
 
Teilen. Empfehle diese News deinen Freunden weiter.
 
 
 

Das könnte Sie auch interessieren
 

15/09/2020

Endlich Zuschüsse für die von der Krise am stärksten betroffenen Betriebe

Für die Reise- und Veranstaltungsbranche in Südtirol mit ihren vielen Mitarbeitern bestand bisher dringender Handlungsbedarf, um ihre Existenz zu sichern. „Für die Reise- und Eventdienstleister ist die aktuelle Krise beispiellos. Beide Bereiche ...
 
 

14/09/2020

Steuerbefreiung für Sachbezüge an Mitarbeitern verdoppelt

Die Grenze für die Steuerbefreiung von Sachentlohnungen an Mitarbeitern („fringe benefits“) wurde verdoppelt: Mit dem sogenannten „August“-Dekret wurde, ausschließlich für das Steuerjahr 2020, die Höchstgrenze für die vom ...
 
 

09/09/2020

Ja zu Christkindlmärkten mit neuen Inhalten und Konzepten

Als „grob fahrlässig“ bezeichnet der hds die Forderung einer deutschsprachigen Arbeitnehmervertretung, die Attraktivität und Lebendigkeit von Südtirols Orten und Städten zu mindern, indem heuer die Christkindlmärkte nicht abgehalten werden ...
 
 

07/09/2020

Logistik-Irrsinn im Onlinehandel

Retouren - also Waren, die online bestellt werden und einfach wieder kostenlos zurückgeschickt werden - sind ein wesentlicher Bestandteil des Geschäftsmodells des Onlinehandels und verursachen für diesen erheblichen Aufwand sowie hohe Kosten. „Diese ...
 
 
 

Ihr Ansprechpartner

 
 

Dott.ssa Lorena Sala

Berufsgruppen
Bereichsleiterin
Sitz: Bozen
 
T: 0471 310 512
E-Mail: