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10/05/2019

IT-Trends im Handel

Bist du gscheit

Die IT-Budgets steigen weiter an, und der Handel investiert weiterhin in neue Technologien. Dabei stehen vor allem solche Projekte im Fokus, die die IT-Infrastrukturen der Händler zukunftssicher machen. Aber auch künstliche Intelligenz will der Handel gewinnbringend einsetzen. Die Frage am Ende bleibt offen: Was können wir der Digitalisierung noch alles zutrauen, ohne etwa die Kunden aus den Augen zu verlieren?

Den wichtigsten Trend in der IT des Handels sehen die IT-Verantwortlichen aktuell im Einsatz künstlicher Intelligenz. Daneben stehen aber auch die Erneuerung bzw. Optimierung der Warenwirtschaftssysteme sowie Omnichannel-Projekte weit oben auf der Prioritätenliste. Das geht aus der aktuellen Studie „IT-Trends im Handel 2019“ hervor, die das EHI-EuroHandelsinstitut veröffentlicht hat.

Viele der IT-Architekturen, die momentan noch im Handel im Einsatz sind, sind nicht oder nur bedingt geeignet, den Anforderungen einer zunehmend digitalisierten Handelslandschaft zu genügen. Deshalb genießen Projekte, die wesentliche Teile der IT-Infrastruktur betreffen in den nächsten zwei Jahren für fast zwei Drittel (64 Prozent) der Händler höchste Investitionspriorität. Darunter fallen umfassende Investitionen in Netzwerke, um z. B. die Verarbeitung immer größerer Datenmengen gewährleisten zu können. Darüber hinaus werden zahlreiche Anwendungen in cloudbasierte Lösungen überführt, um in Zukunft schneller und flexibler agieren zu können.

Als einen der wichtigsten Innovationstreiber der nächsten Jahre nennt ferner mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Befragten die Erneuerung bzw. Optimierung des Warenwirtschaftssystems (WWS). Daneben bleibt Omnichannel laut Meinung von 39 Prozent der Befragten einer der größten Investitionsschwerpunkte im Handel. Viele Unternehmen haben in den vergangenen Jahren die Basis für eine erfolgreiche Omnichannel-Strategie geschaffen und arbeiten jetzt an der weiteren Prozessoptimierung und Ausweitung der Services.

Künstliche Intelligenz im Kommen
Der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) wird laut Meinung der befragten Händler die Handelsbranche in den kommenden Jahren maßgeblich verändern. Dementsprechend schätzen 69 Prozent von ihnen KI als wichtigste technologische Entwicklung der kommenden drei Jahre ein. Als zukünftige Anwendungsgebiete für KI nennen die Händler vor allem Predictive Analytics, einer Methode, die dazu dient, wiederkehrende Muster in Daten aufzudecken und dann mithilfe bestimmter Algorithmen deren weitere Entwicklung zu prognostizieren (53 Prozent), die standortspezifische Warenallokation (22 Prozent) und Bilderkennungstechnologien (22 Prozent), beispielsweise zur Identifikation von Produkten auf der Fläche.
Stark an Bedeutung gewonnen haben auch cloudbasierte Anwendungen. Immer mehr Händler sehen einen Vorteil darin, nicht jede IT-Anwendung im eigenen Unternehmen zu betreuen, weiterzuentwickeln und zu hosten.

Internet der Dinge

Internet of Things (IoT) und Künstliche Intelligenz (KI) sind die Basistechnologien des digitalisierten und vernetzten Stores und haben im Handel großes Zukunftspotenzial. Das Internet der Dinge ist ein Sammelbegriff für Technologien einer globalen Infrastruktur der Informationsgesellschaften, die es ermöglicht, physische und virtuelle Gegenstände miteinander zu vernetzen und sie durch Informations- und Kommunikationstechniken zusammenarbeiten zu lassen. Insbesondere in KI sehen die meisten Händler eine große Relevanz.

Eine flächendeckende Verbreitung dieser neuen Technologien ist im Handel zurzeit allerdings noch nicht feststellbar. Aber bei vielen Unternehmen bestehen bereits konkrete Umsetzungspläne: Im Einsatz ist KI bereits bei einem knappen Drittel (32 Prozent) der Händler, weitere 36 Prozent haben konkrete Umsetzungspläne für die nächsten drei Jahre. Ein Fünftel beobachtet das Thema, macht aber noch keine konkreten Pläne hinsichtlich einer Umsetzung, während KI für 12 Prozent der Unternehmen aktuell noch keine Rolle spielt.



Laut Einschätzung von mehr als der Hälfte der Händler wird KI vor allem im Bereich der vorausschauenden Datenanalyse (Predictive Analytics) eine tragende Rolle spielen. Besonders Textilhändler könnten von Trendvorhersagen profitieren, um z. B. das richtige Produkt, am richtigen Ort, zur richtigen Zeit anbieten zu können. Bei der Einschätzung der Zukunftsrelevanz von Internet of Things-Technologien sind die Befragten noch zurückhaltend. Immerhin betrachten aber 22 Prozent der Händler IoT als einen der wichtigsten technologischen Trends der kommenden Jahre. IoTAnwendungen sind bereits bei 28 Prozent der Händler im Einsatz. 23 Prozent geben an, das Thema vorerst nur zu beobachten.

Smart Stores

Im Bereich der Gebäudetechnik kommen intelligente und automatisierte Energiesteuerungssysteme bei fast der Hälfte (46 Prozent) der befragten Händler zum Einsatz. Ein Beispiel ist das Monitoring von Kühlmöbeln, das 36 Prozent der Händler nutzen und weitere fünf Prozent für die nächsten Jahre planen. Meist beschränkt sich das Monitoring aber vorwiegend noch auf die automatisierte Übermittlung technischer Störungen an Servicepartner. Lösungen, bei denen Mitarbeiter z. B. automatisch über einen drohenden Verderb von gekühlter Ware informiert werden, sind bislang nicht im Einsatz.

Smarte Regale bzw. Warenträger (Smart Shelves), d. h. mit Sensorik ausgestattete Möbel, die beispielsweise automatisierte Bestandsmeldungen abgeben und drohende Out-of-Stock-Situationen melden, werden von einem Zehntel der Händler eingesetzt. Der Einsatz beschränkt sich aber auch hier in erster Linie auf einige wenige Pilotprojekte.

KI, IoT, ... ob, das alles Sinn ergibt und welchen Erfolg oder nicht dies in Zukunft haben wird, wissen zum Teil auch diejenigen noch nicht ganz, die in diese Technologien investieren. Denn letzten Endes wird der Kunde entscheiden, was er annimmt und was nicht. Wichtig ist für alle Akteure auf dem Laufenden zu sein, was sich in diesem Bereich alles tut.


Mehr zur Studie
Für die Studie „IT-Trends im Handel 2019“ wurden IT-Verantwortliche von 90 Handelsunternehmen im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich und Schweiz) zu Projekten, Trends und Investitionsprioritäten befragt. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei darauf, zu ergründen, welche Bedeutung die Entscheider den Themen KI und IoT in den kommenden Jahren beimessen und welche konkreten Investitionspläne sich dahinter verbergen. 
 
 
 
 
 
 
 
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