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30/08/2019

Gute Monate für den Großhandel

Wirtschaftsbarometer für den Sommer 2019

Das Geschäftsklima im Südtiroler Großhandel bleibt auf einem guten Niveau und fast neun von zehn Unternehmen bewerten die Ertragslage im Jahr 2019 positiv. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen des Sektors. Dies ergibt sich aus der Sommerausgabe des Wirtschaftsbarometers des WIFO – Institut für Wirtschaftsforschung der Handelskammer Bozen.

Laut der Sommererhebung des Wirtschaftsbarometers ist das Geschäftsklima im Großhandel im Vergleich zum Frühjahr etwas zurückgegangen, bleibt jedoch eindeutig positiv: 89 Prozent der Großhändler bewerten die Ertragslage im laufenden Jahr zumindest als „befriedigend“, etwa ein Drittel verzeichnet sogar eine „gute“ Rentabilität.

Die Unternehmer berichten von einer Umsatzsteigerung sowohl auf dem Südtiroler als auch auf dem italienischen Markt, zum Teil auch aufgrund der gestiegenen Verkaufspreise. Allerdings ist das Geschäftsvolumen weniger stark gestiegen als in den letzten Jahren. Die Bedingungen für den Kreditzugang und die Zahlungsmoral der Kunden gelten im Vergleich zum Vorjahr als stabil. Trotz steigender Betriebskosten konnten die Großhandelsunternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit aufrechterhalten. Außerdem trug das Umsatzwachstum zur positiven Dynamik der Investitionen und der Beschäftigung bei.

Unter den verschiedenen Großhandelsbranchen zeigt sich der Baustoff- und Holzhandel besonders zuversichtlich. Die Unternehmen dieser Sparte verzeichnen einen deutlichen Anstieg bei Umsatz und Investitionen und bewerten die Rahmenbedingungen als positiv. Bescheidener ist das Geschäftsklima hingegen bei den Handelsvermittler und vor allem in der Textilien- und Bekleidungsbranche, wo fast ein Drittel der Großhändler eine schlechte Ertragslage beklagt.

„Es überrascht mich nicht, dass das Geschäftsklima in den vergangenen Monaten zurückgegangen ist und einige Branchen schlechte Ertragslagen beklagen. Die unsichere politische und wirtschaftliche Lage in Italien wirkt teilweise als Konsumbremse, welche sich durch die drohende Erhöhung der Mehrwertsteuer noch verschärfen könnte,“ sagt der Vertreter des Großhandels im hds Werner Gramm.
 
 
 
 
 
 
 
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