Wir verwenden Cookies für die beste Nutzererfahrung. Es werden Cookies von Dritten eingesetzt, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu. Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
 
 
 
03/07/2018

Gegen Neuregelung der befristeten Arbeitsverträge

„Handel und Dienstleistung sind auf Flexibilität angewiesen“

Das sogenannte „Würde“-Gesetzesdekret („Decreto dignità“), dessen Entwurf kürzlich vom Ministerrat in Rom genehmigt wurde, beinhaltet die Wiedereinführung der Begründung bei befristeten Verträgen. Der hds sieht diese neue Bestimmung als sehr kritisch, da sie nicht nur die Verwendung der befristeten Verträge stark einschränkt, sondern auch für mehr Unsicherheit sorgt und gleichzeitig höhere Kosten für die Betriebe mit sich bringt.

„Gerade für die Bereiche Handel und Dienstleistung ist diese abermalige Einschränkung bei der Einstellung von Mitarbeitern sehr problematisch, da die Betriebe saisonal und konjunkturell bedingt flexible Instrumente benötigen“, kritisiert hds-Präsident Philipp Moser, der diesen Schritt der neuen Regierung als kein gutes Signal bewertet.

Bisher konnten befristete Verträge fünf Mal hintereinander bis zu 36 Monate ohne Angabe von Gründen verlängert werden. Der Entwurf des Gesetzesdekrets sieht jetzt u.a. vor, dass befristete Verträge über 12 Monate nur bei Vorliegen eines gerechtfertigten Grundes abgeschlossen werden dürfen. Die Gesamtdauer der befristeten Verträge darf auf keinen Fall die 24 Monate überschreiten.


 
„Die Problematik dieser neuen Reglementierung liegt darin, dass eine Begründung immer Spielräume für die verschiedensten Interpretationen offen lässt und dies zu großen Unsicherheiten und im schlimmsten Fall auch zu mehr Arbeitsstreitigkeiten führen wird“, erklärt Moser, der daran erinnert, dass die Rechtsstreitigkeiten seit der Einführung des Job Act sehr stark zurückgegangen sind.

„Des Weiteren sollen die Kosten für die Betriebe steigen, da beim befristeten Vertrag höhere Beiträge sowie höhere Entschädigungen bei ungerechtfertigten Entlassungen vorgesehen sind. Das kann nicht im Sinne der Betriebe sein, die auf die Flexibilität angewiesen sind und zudem auch noch mit höheren Kosten konfrontiert werden“, betont der hds-Präsident.

Der hds unterstreicht abschließend, dass er sich auch gegen prekäre Arbeitsverhältnisse ausspricht. „Aber wir benötigen weiterhin auch eine gewisse Flexibilität, um auf wirtschaftliche Schwankungen reagieren zu können. Und diese darf nicht nur zu Lasten der Betriebe gehen“, so Moser.
 
 
 
 
 
 
Teilen. Empfehle diese News deinen Freunden weiter.
 
 
 

Das könnte Sie auch interessieren
 

16/10/2019

IT-Branche in Südtirol: mehr Sichtbarkeit für Jugendliche und Schüler

„Geprägt von der weltweiten technologischen Innovation verändert sich kein Markt so schnell wie die Informationstechnologie“, betonte der Präsident der IT- und Internetdienstleister im hds, Alexander Fill, im Rahmen des ersten Digital Day der ...
 
 

15/10/2019

Generalversammlung der Bäckerinnung im hds

Anlässlich der Messe „Hotel“ fand heute (Dienstag, 15. Oktober 2019) traditionsgemäß die jährliche Generalversammlung der Bäckerinnung im hds statt. Mit rund 120 Mitgliedsbetrieben und über 260 Verkaufsstellen gehört die Südtiroler Bäckerinnung im ...
 
 

10/10/2019

Klarstellung zu den Kollektivverträgen

Mit dem Rundschreiben Nr. 9/2019 hat das nationale Arbeitsinspektorat (INL), in Ergänzung und zur Präzisierung des vorangehenden Rundschreibens Nr. 7/2019 in Bezug auf die korrekte Anwendung des Art. 1, Abs. 1175, des Gesetzes Nr. 296/2006, weitere ...
 
 

09/10/2019

Einzelhandel im Gewerbegebiet: Rechtswidrige Verkaufsfläche in Bozen Süd

In diesen Tagen haben zwei Urteile des Staatsrates 6.100 Quadratmeter Einzelhandelsfläche in Bozen Süd für rechtswidrig erklärt. Somit hat nun nach dem Bozner Verwaltungsgericht auch das Höchstgericht in Rom den Fall gleichermaßen entschieden. „Eine ...