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27/11/2019

Elektronische Rechnungen: Sanktionen

Bei Nichteinhaltung der gesetzlichen Fristen für die Zusendung der elektronischen Rechnung an das Datenaustauschsystem (Sistema di Interscambio - SDI) drohen Strafen für jedes einzelne verspätet versandte Dokument. Daher ist es wichtig, laufend auf die Einhaltung der Fakturierungspflichten und auf den rechtzeitigen Versand der elektronischen Rechnungen und das Übertragungsübergebnis zu achten.

Die Rechnung muss innerhalb von 12 Tagen ab Datum des Geschäftsvorfalles versendet werden
(bei Ablehnung verlängert sich die Frist um 5 Tage)

Sanktionen bei verspäteter elektronischer Fakturierung


Während des Kontrollzeitraumes (Möglichkeit der freiwilligen Berichtigung)

Trimestral
Rechnung ausgestellt mit Datum bis zum 30.06.2019
Keine Strafe, wenn die Rechnung an das SDI innerhalb
der Fälligkeit der MwSt.- Liquidierung versendet wird.
Verminderung der Strafen um 80 Prozent, wenn die
Rechnung an das SDI innerhalb der nächsten MwSt.-
Liquidierung versendet wird.
 Monatlich Rechnung ausgestellt mit Datum bis zum 30.09.2019
 

Nach dem Kontrollzeitraum (Keine Möglichkeit der freiwilligen Berichtigung)

Vergehen Verbuchung/Fakturierung ohne Auswirkung auf die MwSt.   Von 250 bis 2000 Euro
 Vergehen Fakturierung/Verbuchung von Operationen außerhalb der MwSt., von der MwSt. befreite Operationen, nicht der MwSt. unterworfene Operationen oder Operationen mit Reverse charge  Von 5 bis 10 Prozent der Umsätze, mit einem Minimum von 500 Euro; wenn es keine Auswirkung auf die MwSt.- Berechnung oder Einkommensteuer gibt, sind Strafen von einem Minimum von 250 bis 2000 Euro vorgesehen.
 Unterlassene, verspätete oder falsche Fakturierung/Registrierung  Strafen von 90 bis 180 Prozent der Steuer (Minimum 500 Euro)
 Formelle Übertretungen
 Keine Strafe


Wird eine elektronische Rechnung verspätet ausgestellt, jedoch innerhalb des Termins für die betreffende periodische Mehrwertsteuerabrechnung, so ist eine reduzierte Sanktion vorgesehen. Die ordentliche Frist läuft nach 12 Tagen (5 Tagen mit Ablehnung) ab. Die Fristen für die Anwendung der Sanktionen richten sich jeweils nach der Häufigkeit der Mehrwertsteuerabrechnung (monatlich oder vierteljährlich).

Ohne Berücksichtigung der nachträglich ausgestellten Sammelrechnungen (fatturazione differita) sind folgende Fristen zu beachten:

Steuerpflichtige mit vierteljährlicher Mehrwertsteuerabrechnung
- Für im zweiten Quartal innerhalb 30. Juni 2019 verzeichnete Geschäftsvorfälle kann – wenn die Rechnung nach dem 20. August, aber innerhalb des Termins für die periodische Mehrwertsteuerabrechnung für das dritte Quartal, d. h. innerhalb 18. November 2019, ausgestellt wird – noch die Sanktionsreduzierung von 80 Prozent in Anspruch genommen werden.

- Rechnungen für ab 1. Juli 2019 verzeichnete Geschäftsvorfälle müssen spätestens innerhalb von 12 Tagen nach Durchführung des Geschäftsvorfalls ausgestellt werden. Erfolgt die Fakturierung zu einem späteren Zeitpunkt, gelangt die Sanktion in voller Höhe zur Anwendung.

Steuerpflichtige mit monatlicher Mehrwertsteuerabrechnung
- Wenn die Rechnungen für bis zum 30. September 2019 verzeichnete Geschäftsvorfälle erst nach Ablauf der Frist von 12 Tagen, aber innerhalb des Termins für die darauffolgende periodische Mehrwertsteuerabrechnung, d. h. innerhalb 18. November 2019, ausgestellt werden, kann noch die Sanktionsreduzierung von 80 Prozent in Anspruch genommen werden.

- Rechnungen für ab 1. Oktober 2019 verzeichnete Geschäftsvorfälle müssen spätestens innerhalb 12 Tagen nach Durchführung des Geschäftsvorfalls ausgestellt werden. Erfolgt die Fakturierung zu einem späteren Zeitpunkt, gelangt die Sanktion in voller Höhe zur Anwendung.

Sowohl bei vierteljährlicher als auch bei monatlicher Mehrwertsteuerabrechnung können Steuerzahler die freiwillige Berichtigung nutzen.

 
 
 
 
 
 
 
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