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03/10/2019

Digitalsteuer für den Onlinehandel rückt näher

hds: „Die Zeiten sind reif für eine faire Besteuerung“

hds-Präsident Philipp Moser.
Die Digitalsteuer für den Onlinehandel rückt näher: Nach Frankreich hat nun auch Österreich eine Digitalsteuer für Onlinekonzerne beschlossen, die zum 1. Jänner 2020 eingeführt wird. „Damit ist Österreich das zweite Land in der EU, das eigenständig eine Digitalsteuer verabschiedet. Die Zeiten sind reif, dass auch in Italien eine Webtax zur Anwendung kommt“, betont Philipp Moser, Präsident des hds – Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol.

In Österreich werden große Unternehmen mit einem weltweiten Jahresumsatz von 750 Millionen Euro und über 25 Millionen Euro Umsatz ab 2020 fünf Prozent Steuern auf Onlinewerbeeinnahmen zahlen müssen. „Mit der Besteuerung der Werbeeinahmen sehen wir zwar einen positiven Ansatz, aber im Grunde ist das nur ein zaghafter Schritt, denn besteuert werden sollten die Gesamtumsätze“, unterstreicht der hds-Präsident.

Im Programm der neuen italienischen Regierung ist die Webtax als Maßnahme aufgelistet worden, die durch eine faire Besteuerung der digitalen Wirtschaft eine neue Steuergerechtigkeit schaffen soll. „Digitale Großkonzerne zahlen bis dato hierzulande dank Steueroptimierungen und -verschiebungen in andere Staaten keine Steuern für ihre erwirtschafteten Umsätze. Das muss sich ändern“, so Moser. Mit einer Digitalsteuer sollen eklatante Steuerlücken und Schlupflöcher geschlossen und damit Onlinekonzerne, Vermittlungs- und Händlerplattformen in die Pflicht genommen werden. Derzeit haben gerade stationäre Betriebe im Handel einen enormen Wettbewerbsnachteil gegenüber den Onlinegiganten.

Das eigentliche Ziel für den hds ist aber die EU-Digitalsteuer. Grund für die nationalen Vorstöße Frankreichs und Österreichs ist, dass es bisher auf globaler Ebene keine Einigung über die Einführung von Digitalsteuern gibt. Die Europäische Union wartet derzeit darauf, dass eine internationale Lösung zwischen den G20- und OECD-Staaten gefunden wird, die die EU dann umsetzen könnte. „Doch je länger diese Einigung dauert, desto mehr gerät die EU unter Druck. Denn immer mehr Mitgliedstaaten wollen die großen Digitalunternehmen besteuern“, erklärt der hds-Präsident. Wenn bis Ende 2020 keine internationale Einigung erreicht wird, wird die EU selbstständig eine Digitalsteuer einführen, die im europäischen Binnenmarkt anzuwenden sein wird.
 
 
 
 
 
 
 
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