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23/06/2020

„Es braucht eine auf die Bedürfnisse Südtirols zugeschnittene Lösung“

hds zum neuen Beschluss der Landesregierung über die Sonntagsschließungen


Mit dem jüngsten Beschluss der Landesregierung wird mit Anfang Juli die verpflichtende Sonntagsschließung für alle Handelsbetriebe in allen Orten Südtirols aufgehoben. Somit besteht wieder die Liberalisierung der Geschäftsöffnungszeiten, die vom damaligen italienischen Regierungschef Mario Monti 2012 eingeführt wurde und bis zum Beginn des Notstands galt.

Der hds hatte lediglich für eine Öffnung der Geschäfte in den 24 hochtouristischen Orte in Südtirol – also jene, die 120 Nächtigungen pro Einwohner pro Jahr überschreiten - plädiert. Der Grund: Mit den offenen Grenzen und der inneritalienischen Bewegungsfreiheit kommen wieder die ersten Gäste nach Südtirol. „Somit wäre das Vorfinden eines entsprechenden Angebots auch im Handel in den touristischen Orten ein Bestandteil unserer Willkommenskultur“, erklärt dazu hds-Präsident Philipp Moser. „Wie sich am Ende herausgestellt hat, ist aber leider diese Ausnahmeregelung nur für einige Orte rechtlich nicht haltbar“.

Der hds betont in diesem Zusammenhang, dass als Grundregel weiterhin die Sonn- und Feiertagsschließung gelten sollte. „Die Erfahrungen der letzten Wochen und Monate lehren uns und sind ein Beweis, dass es keine Notwendigkeit für grundsätzlich offene Geschäfte an Sonn- und Feiertagen gibt“, so Moser.

Der hds plädiert nach wie vor für eine lokale Bestimmung der Öffnungszeiten und für geregelte Sonntagsöffnungen im Sinne der Vielfalt des Südtiroler Handels. „Wir brauchen eine auf die Bedürfnisse Südtirols zugeschnittene Lösung, die auch Ausnahmen für die Tourismusorte sowie für Nahversorgungs- und Traditionsbetriebe vorsieht“, so der hds-Präsident.

„Der Sonntag ist, so wie es unsere Werte und Tradition vorsehen, ein Ruhetag und schafft damit Freiraum für persönliche Interessen, Gemeinschaft und Familie – umso mehr in diesen Zeiten“, betont Moser. Aus diesem Grund setzt sich der hds für die Wiedereinführung von geregelten Geschäftsöffnungszeiten ein, allen voran für eine Neuregelung der Sonn- und Feiertagsöffnungen.

 
 
 
 
 
 
 
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