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18/01/2019

Ötzi soll im Zentrum bleiben, aber im Kontext eines Museums-Pools

Konstruktives Treffen hds - Lega über Zukunft der Landeshauptstadt

„Ötzi muss im Stadtzentrum bleiben und zum Protagonisten eines neuen Museums-Pools werden, das seinerseits ein Verbindungsglied zwischen Alt- und Neustadt sein soll.“ So lautet das Ergebnis eines kürzlich erfolgten Treffens zwischen dem Bozner Ortsausschuss des hds und einer Bozner Lega-Delegation, bestehend aus dem Kammerabgeordneten Filippo Maturi und Gemeinderat Kevin Masocco. Bekanntlich soll noch innerhalb Jänner die Entscheidung über die neue Heimstätte des Mannes aus dem Eis fallen.

„Zwischen hds und Lega ist man sich über die Grundidee einig, dass Ötzi im Stadtzentrum bleiben und dass um ihn herum ein regelrechtes Museumsviertel mit dem jetzigen Stadtmuseum als Zentrum geschaffen werden soll. Auf diese Weise kann der Mann vom Hauslabjoch auch in Zukunft seine Anziehungskraft auf große Besucherströme ausüben“, erklären die hds-Ortsobleute, Thomas Rizzolli und Simone Buratti. Eine Unterbringung der Gletschermumie in der Stadt würde es zudem ermöglichen, dass etwa Schulklassen das Museum weiterhin zu Fuß erreichen können, und sie würde auch einer eventuellen Parkplatz-Problematik entgegenwirken. „Sobald die Tiefgarage unter dem Siegesplatz fertiggestellt ist, wird es möglich sein, Museum und Stadtzentrum zugleich zu besuchen, ohne die Freiheitsstraße verkehrstechnisch zusätzlich zu belasten“, so die Ortsobleute.
 
„Seit seiner Unterbringung im aktuellen Archäologiemuseum ist Ötzi ein herausragender Anziehungspunkt für die Stadt, insbesondere für den historischen Kern“, betonen die Lega-Vertreter Maturi und Masocco. Mit der Zeit ist dieser Anziehungspunkt für Touristen auch für die Zone Richtung Freiheitsstraße wichtig geworden. Der Standort in der Nähe der Talferbrücke ist somit wesentlich für die Entwicklung dieses Bereiches inklusive Talferpromenade und ist zum Verbindungsglied zwischen Alt- und Neustadt geworden.

Die Stärkung der lokalen Wirtschaftskreisläufe und der Betriebe, die für die Ortszentren von großer Bedeutung sind, ist eine Herausforderung, die alle betrifft. Alle Erhebungen bestätigen, dass die Lebendigkeit von Dörfern und Städten direkt mit dem Vorhandensein von Anziehungspunkten und Treffpunkten zusammenhängt. „Für Bozen ist das zentrale Ausstellungsstück des Archäologiemuseums ein wichtiger, wenn nicht gar der wichtigste Besuchermagnet. Es gilt somit, das Museum in der heutigen Zone zu belassen und rundherum mit weiteren didaktischen Angeboten zu bereichern. Es gibt viele Möglichkeiten, so auch die Unterbringung von Ausstellungstücken in verschiedenen Gebäuden und diese mit einem Themenweg zu verbinden“.

„Die Besucherströme müssen in die Ortszentren geleitet werden, und nicht ins Abseits. Nur so kann die Attraktivität einer Stadt sichergestellt und die hohe Lebensqualität für Einheimische und Gäste erhalten werden“, so die Ortsobleute. Diese erinnern in diesem Zusammenhang auch an die dazumal gemachte Zusicherung an die Bozner, den Virgl wieder als Naherholungszone für die lokale Bevölkerung – und nicht für die Touristen - vorzusehen.

„Bozen muss an die eigene Zukunft denken und diese auf nachhaltige und ausgewogene Art planen. Dabei müssen die Bedürfnisse von Einheimischen und Gästen berücksichtigt werden. Für ein Projekt zu optieren, nur weil es, wie vom Bürgermeister behauptet, keine Zusatzkosten für die Gemeinde mit sich bringt, ist auf lange Sicht keine zielführende Strategie“, so abschließend der Lega-Abgeordnete Maturi.
 
 
 
 
 
 
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