23/12/2025
Versicherung Naturkatastrophen: Aufschub JA – aber für ALLE Mikrounternehmen
hds: „Jetzt braucht es eine klare politische Entscheidung!“
Die Direktorin des Wirtschaftsverbandes hds, Sabine Mayr.
Laut aktuellem Entwurf des Dekrets „Milleproroghe“ ist zwar ein Aufschub auf 31. März 2026 vorgesehen, doch nach jetzigem Stand offenbar nur für Gastronomie und Hotels kleiner und mittlerer Größe (Mikrounternehmen).
„Wenn der Staat eine verpflichtende Katastrophenversicherung einführt, dann muss er auch dafür sorgen, dass Betriebe sie realistisch, rechtssicher und zu tragbaren Bedingungen abschließen können. Ein Aufschub ist richtig – aber er muss für alle Mikrounternehmen gelten“, betont Sabine Mayr, Direktorin des hds.
Umso wichtiger ist jetzt ein politisch eindeutiges Signal: kein Zeitdruck auf dem Rücken der Kleinsten. „Wer Mikrounternehmen wirklich schützen will, muss ihnen Zeit geben – und zwar allen. Wir erwarten eine Korrektur des Entwurfs: Aufschub ohne Wenn und Aber für die gesamte Kategorie der Mikrounternehmen“, ergänzt hds-Präsident Philipp Moser.
Mikrounternehmen – vom Handwerksbetrieb über den Einzelhandel bis zum Dienstleister – stehen vor denselben Problemen: fehlende Planungssicherheit und offene Detailfragen. Eine branchenspezifische Verlängerung würde hingegen neue Ungerechtigkeiten schaffen und den Druck auf viele Betriebe künstlich erhöhen.
Der Wirtschaftsverband hds erwartet sich daher:
- Aufschub der Frist für die verpflichtende Naturkatastrophenversicherung für alle Mikrounternehmen, nicht nur für Gastronomie und Hotels.
- Sofortige Klarstellung durch Regierung und Parlament, damit Betriebe nicht bis zur letzten Minute im Ungewissen bleiben.
Der hds weist darauf hin, dass das Dekret aktuell noch als Entwurf vorliegt. Rechtssicherheit besteht erst nach der Veröffentlichung im Amtsblatt der Republik, die voraussichtlich bis Ende Dezember erfolgen soll.
Der Präsident des Wirtschaftsverbandes hds, Philipp Moser.





