Wir verwenden Cookies für die beste Nutzererfahrung. Es werden Cookies von Dritten eingesetzt, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu. Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
 
 
 
27/09/2018

Neue Regelung für Sonn- und Feiertagsöffnungen

Exekutivausschuss des hds gibt grünes Licht für definitives Konzept

hds-Präsident Philipp Moser.
Der Exekutivausschuss des hds hat diese Woche grünes Licht für das definitive Konzept gegeben, mit dem die Sonn- und Feiertagsöffnungen im Einzelhandel hierzulande wieder gesetzlich geregelt werden sollen. Der Vorschlag für ein entsprechendes Landesgesetz wurde in den vergangenen Wochen in den einzelnen Bezirksausschüssen des hds diskutiert und optimiert.

„Eines gleich vorweg: Wir möchten nicht die Sonn- und Feiertagsöffnungen von Geschäften wieder abschaffen, sondern reglementieren und eine lokale, auf die Bedürfnisse Südtirols zugeschnittene Lösung herbeiführen“, stellt hds-Präsident Philipp Moser klar. Zudem sei der Sonntag, so wie es unsere Werte und Tradition vorsehen, ein Ruhetag und schaffe damit Freiraum für persönliche Interessen, Gemeinschaft und Familie.

Der hds-Präsident gibt zu, dass es für den Verband nicht einfach war, einen Konsens aufgrund der vielen Bedürfnisse der Handelsbetriebe und im Sinne der Vielfalt des Handels zu finden. „Es wurde viel diskutiert und abgewogen. Letzten Endes ist es uns aber gelungen, gemeinsam an einem Strang zu ziehen“, zeigt sich Moser erfreut.

Das Konzept des hds sieht im Detail vor, dass:
  • in Südtirol großteils (83 Gemeinden) bis zu acht Sonn- und Feiertagsöffnungen im Jahr erlaubt sind. Vier Tage werden von der jeweiligen Gemeinde festgelegt, die anderen vier auf Landesebene von der Handelskammer jeweils in Absprache mit den repräsentativsten Verbänden.
  • Ausnahmen zu dieser Regelung gibt es für zwei Kategorien von Tourismusorten sowie für Nahversorgungs- und Traditionsbetriebe.
  • In 24 hochtouristischen Gemeinden (das sind Gemeinden mit mehr als 120 Nächtigungen pro Jahr und Einwohner) sind die Öffnungen in den Monaten der Winter- und Sommersaison erlaubt.
  • In neun touristischen Gemeinden (das sind Gemeinden mit mehr als 500.000 Gesamtnächtigungen - darunter alle großen Städte) hingegen sind ganzjährig zusätzlich vier Sonn- und Feiertagsöffnungen (somit insgesamt 12) erlaubt - festgelegt von der jeweiligen Gemeinde mit den repräsentativsten Verbänden.
  • Nahversorgungs- und Traditionsbetriebe können ganzjährig an Sonn- und Feiertagen offen halten, allerdings nur für insgesamt vier Stunden am Tag.
  • Regelungen mit einem Limit gibt es für die täglichen Öffnungszeiten (erlaubt ist 6 bis 20 Uhr) und für verlängerte Abendöffnungszeiten.

„Fast sieben Jahre totale Liberalisierung im Handel haben keine Vorteile gebracht, im Gegenteil: Schaut man sich die Entwicklung der Gesamtbeschäftigung im Handel von 2012 bis 2017 in Italien an, so verzeichnet diese laut Istat insgesamt ein Minus von 1,3 Prozent mit 38.000 unselbständig Beschäftigten und 86.000 Selbständigen weniger. Somit hinkt auch das Argument, dass Arbeitsplätze ohne Liberalisierung verloren gehen würden“, erklärt Moser.

Voraussetzung für eine eigene Landesregelung ist nun, dass auch für die Öffnungszeiten die Zuständigkeit vom Staat an das Land übergeht und die Materie wieder autonom geregelt wird. Eine entsprechende Durchführungsbestimmung zum Autonomiestatut hat das Land bereits in Rom eingebracht. Darauf aufbauend kann dann eine eigene Südtiroler Regelung verabschiedet werden.
 
 
 
 
 
 
 
Teilen. Empfehle diese News deinen Freunden weiter.
 
 
 

Das könnte Sie auch interessieren
 

15/02/2019

Konsumklima in Südtirol steigt

Der Konsumklima-Index in Südtirol verbessert sich im Vergleich zur Herbstumfrage leicht und liegt derzeit bei -5,4 Punkten. Dies ergibt sich aus der WIFO-Erhebung im Jänner. Im Allgemeinen haben sich die Einschätzungen der Haushalte zur eigenen ...
 
 

11/02/2019

Onlinehandel: mehr Steuergerechtigkeit notwendig

Laut einer aktuellen Untersuchung des Landesinstituts für Statistik ASTAT liegt mit 47 Prozent der Anteil der Onlinekäufer in Südtirol unter der Quote der meisten EU-Länder, insbesondere jener des benachbarten Österreichs (60 Prozent). Hervorzuheben ...
 
 

06/02/2019

Wow, monni card mit starken Zahlen!

Gutscheine sind beliebte Geschenke, binden die Kunden an den Betrieb und fördern den lokalen Kreislauf. Die monni card, die Gutschein- und Geschenkkarte für Firmen an ihre Mitarbeiter und Kunden, kann landesweit mittlerweile in rund 500 ...
 
 

05/02/2019

Das Schaufenster – der Spiegel nach außen

Das Schaufenster ist die erste Visitenkarte eines stationären Geschäftes. Der hds organisiert auch in diesem Jahr Schulungen zu diesem strategisch wichtigen Thema. Referentin Maja Gruber zeigt Ihnen, wie Sie Ihre Ware gekonnt in Szene setzen und mit ...