02/10/2025

Kaffee in Südtirol: Preis weit unter dem europäischen Durchschnit

hds: „Wichtiger Teil unserer Lebensqualität – und seinen Preis wert“

hds-Präsident Philipp Moser.
Anlässlich des Internationalen Tages des Kaffees am 1. Oktober weist der Wirtschaftsverband hds auf die Bedeutung einer fairen Bewertung des Kaffeepreises hin.

Espresso in Europa: Südtirol im fairen Mittelfeld
Eine aktuelle Auswertung des gesamtstaatlichen Gastwirteverbandes FIPE-Confcommercio zeigt, dass Italien beim Espresso im europäischen Vergleich nach wie vor das preisgünstigste Land ist: Während in Kopenhagen bis zu 4,70 Euro, in Wien 4,50 Euro oder in München 2,50 Euro für eine Tasse verlangt werden, liegt der Durchschnitt in Italien bei rund 1,20 Euro – und damit weit unter den Preisen der großen europäischen Hauptstädte. „Auch in Südtirol bewegt sich der Preis mit 1,47 Euro über dem italienischen Durchschnitt, bleibt aber dennoch im internationalen Vergleich äußerst moderat“, so hds-Präsident Philipp Moser.

Warum der Kaffee in Südtirol mehr kostet
„Höhere Rohstoffpreise, steigende Löhne und Immobilienpreise sowie enorme Energiekosten wirken sich auf die Kalkulation unserer Betriebe aus. Die Kaffeepreise sind aufgrund dieser Kosten aktuell zu billig und folglich nicht nachhaltig. Langfristig werden die Betriebe mit diesen Preisen nicht überleben können“, erklärt der Präsident der Gastronomie im hds, Kurt Unterkofler.

Gastronomie ist kein Luxus – sie ist Lebensqualität
„Unsere Gastronomie ist kein Luxusgut, sondern Lebensqualität. Ein Espresso ist bei uns nicht nur ein Getränk – er ist ein soziales Ritual, eine Einladung zur Begegnung, ein Stück Lebensgefühl“, so Moser. Unterkofler ergänzt: „Unsere Wirte, Barkeeper und Gastronomen schenken uns Momente der Freude, der Geselligkeit und des Genusses, während sie gleichzeitig mit großem Einsatz ihre Betriebe trotz steigender Kosten weiterführen. Dafür verdienen sie nicht Kritik, sondern Applaus.“

Kaffee als Teil der italienischen Kultur
Italien bleibt mit seinen rund 140.000 Bars das Land des Espressos: Jährlich werden dort rund sechs Milliarden Tassen konsumiert. Fast jeder Ort – ob Stadtviertel, historischer Stadtkern oder kleines Dorf – verfügt über eine Bar, die nicht nur ein Ort des Konsums, sondern auch ein Ort der Begegnung, des Service und der Qualität ist.

Fazit
„Ein fairer Kaffeepreis ist Ausdruck des Respekts gegenüber der Arbeit und den Rahmenbedingungen unserer Gastronomie. Südtirol steht dabei für ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Qualität, Kultur und Preis – und für ein Stück gelebte Lebensfreude“, betont hds-Präsident Philipp Moser abschließend.
 
Der Präsident der Gastronomie im hds, Kurt Unterkofler.
 
 
 
 
 
 
Teilen. Empfehle diese News deinen Freunden weiter.
 
 
 

Das könnte Sie auch interessieren
 

13/05/2026

hds: Autonomie-Reform ist großer Erfolg für Südtirol

Der Wirtschaftsverband hds begrüßt die am Mittwoch, 13. Mai 2026 erfolgte positive Abstimmung zur Südtiroler Autonomie-Reform im römischen Senat ausdrücklich. Mit der Wiederherstellung und Erweiterung zentraler Zuständigkeiten wird ein bedeutendes ...
 
 

12/05/2026

Arbeit im Ruhestand erleichtern: Neue Lösung des hds mit entsprechendem Gesetzesvorschlag

Rentnerinnen und Rentnern den freiwilligen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt bzw. die Fortsetzung einer beruflichen Tätigkeit erleichtern: Vor kurzem hat der Südtiroler Landtag zum Thema Anreize für längeres Arbeiten im Alter einen Begehrensantrag ...
 
 

12/05/2026

Schutz geografischer Angaben für handwerkliche und industrielle Produkte

Am 7. Mai 2026 ist ein neues Dekret in Kraft getreten, mit dem die nationale Gesetzgebung an die europäischen Bestimmungen zum Schutz geografischer Angaben für Produkte angepasst wird. Es handelt sich um die Umsetzung der einschlägigen EU ...
 
 

11/05/2026

Eisenwaren gewinnt! Das „Lieblingsgeschäft 2026“ des Bezirks Burggrafenamt kommt aus Meran

Der lokale Handel prägt das tägliche Leben und die Lebensqualität in den Städten und Dörfern Südtirols wesentlich mit. Um diese Rolle stärker ins Bewusstsein zu rücken, hat der Wirtschaftsverband hds die landesweite Initiative „Mein ...