Wir verwenden Cookies für die beste Nutzererfahrung. Es werden Cookies von Dritten eingesetzt, um Ihnen personalisierte Werbung anzuzeigen. Durch die Nutzung der Website stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu. Informationen zu Cookies und ihrer Deaktivierung finden Sie hier.
 
 
 
23/09/2021

Der Green Pass in der Arbeitswelt

Das Gesetzesdekret Nr. 127 vom 21. September 2021 (siehe am Ende dieser Seite unter Downloads) beinhaltet dringende Maßnahmen zur Gewährleistung der sicheren Durchführung öffentlicher und privater Arbeit durch die Ausweitung des Anwendungsbereichs des Green Passes.

Die Bestimmung sieht vor, dass der Green Pass für den Zugang zu Arbeitsplätzen ab dem 15. Oktober 2021 und bis zum 31. Dezember 2021, dem Tag der Beendigung des Ausnahmezustands notwendig ist.
Ziel ist es, die Ausbreitung der Corona-Infektion zu verhindern, so dass jeder, der im privaten Sektor tätig ist, für den Zugang zu den Orten, an denen die Tätigkeit stattfindet, verpflichtet ist, den Green Pass vorzuweisen. Auch der Arbeitgeber muss diesen Pass haben.

Die Verpflichtung gilt auch für alle Personen, die an diesen Orten in irgendeiner Eigenschaft ihre Erwerbstätigkeit, die Ausbildungs- oder Freiwilligentätigkeit ausüben (auch auf der Grundlage externer Verträge).

Der Green Pass kann durch Impfung, durch negativen Molekular- bzw. Antigenschnelltest und eine Heilung vom Coronavirus erhalten werden.

Für Personen, die vom Coronavirus geheilt sind, gilt der Green Pass ab der Verabreichung der ersten Impfstoffdosis (die bisher geltenden Rechtsvorschriften sahen vor, dass die Gültigkeit am 15. Tag nach der Verabreichung beginnt).

Die italienische Regierung hat angekündigt, die Gültigkeit des Green Passes im Zusammenhang mit molekularen Antigentests durch einen weiteren Beschluss auf 72 Stunden zu verlängern.

Die Kosten für die Tests sind NICHT zu Lasten der Arbeitgeber. Die Kosten für Antigentests belaufen sich weiterhin auf 15 Euro für Erwachsene und 8 Euro für Minderjährige.

Arbeitnehmer, die auf der Grundlage einer ärztlichen Bescheinigung - die nach den im Rundschreiben des Gesundheitsministeriums festgelegten Kriterien ausgestellt wurde - von der Impfkampagne ausgenommen sind, unterliegen nicht dieser Verpflichtung.

Um die Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer am Arbeitsplatz zu schützen, gelten Arbeitnehmer, die nicht im Besitz des Green Pass sind oder diesen beim Zugang zum Arbeitsplatz nicht haben, als ungerechtfertigt abwesend, und zwar bis zur Vorlage dieser Bescheinigung aber spätestens bis zum 31. Dezember 2021, der Frist für die Beendigung des Ausnahmezustands, ohne dafür disziplinarische Konsequenzen zu bekommen. Sie haben weiterhin das Recht auf Aufrechterhaltung des Arbeitsverhältnisses.

Für die Tage der ungerechtfertigten Abwesenheit sind weder die Entlohnung noch eine andere Vergütung fällig.

Für Unternehmen mit weniger als 15 Beschäftigten (es muss noch geklärt werden, ob hier nur Unternehmen oder vielmehr alle Arbeitgeber mit weniger als 15 Beschäftigten zu verstehen sind) kann der Arbeitgeber nach dem fünften Tag der ungerechtfertigten Abwesenheit den Arbeitnehmer für die Dauer aussetzen, die der Dauer des für die Ersetzung abgeschlossenen Arbeitsvertrags entspricht. Jedoch für einen Zeitraum von höchstens zehn Tagen, der nur einmal verlängert werden kann (siehe stop&go), und spätestens am 31. Dezember 2021 endet.

Die Arbeitgeber müssen die Einhaltung der Vorschriften sicherstellen und zu diesem Zweck bis zum 15. Oktober 2021 die operativen Details für die Durchführung der Kontrollen festlegen.

Die Kontrollen werden nach Möglichkeit vorrangig beim Zugang zu den Arbeitsplätzen und gegebenenfalls auch durch Stichproben durchgeführt.

Für externe Arbeitnehmer kann die Überprüfung der Einhaltung der Vorschriften auch von den jeweiligen Arbeitgebern durchgeführt werden.

Es ist davon auszugehen, dass für die Kontrollen technisch die App „VerificaC19“ verwendet werden muss.
Außerdem müssen die Arbeitgeber die für die Kontrolle zuständigen Personen formell ernennen.

Wir werden unsere Mitglieder so bald wie möglich nach der Veröffentlichung von Leitlinien auf nationaler Ebene über die Einzelheiten der erforderlichen Kontrollen informieren.

Es sind folgende Strafen vorgesehen:
• für Arbeitnehmer, die beim Zugang gegen die Green Pass-Pflicht verstoßen, Geldstrafen von 600 bis 1500 Euro
• für Arbeitgeber, die die Einhaltung der Vorschriften nicht überprüft und die Kontrollmodalitäten nicht festgelegt haben, eine Strafe von 400 bis 1000 Euro.
 
 
 
 
 
 
 
Teilen. Empfehle diese News deinen Freunden weiter.
 
 

Downloads

 
 

Das könnte Sie auch interessieren
 

08/10/2021

Corona-Tests in den Betrieben

Auch wenn das Dekret über die Notwendigkeit des Green Passes im Arbeitsleben definiert, dass die Kosten für die Tests zu Lasten der Arbeitnehmer/innen gehen, bekommt der hds immer wieder Anfragen zur Durchführung dieser Tests in den Betrieben.
 
 

06/10/2021

Green Pass im Arbeitsleben: weitere Schritte

Nachdem der hds in den vergangenen Tagen die grundlegenden Informationen zur Einführung des Green Passes im Arbeitsleben ausgearbeitet hat, ist nun der nächste wichtige Schritt zu diesem Thema zu setzen.

Bekanntlich muss die Kontrolle ...
 
 

13/05/2021

Produktfotografie mit dem Smartphone

Lerne die Tricks der Profis mit ganz einfachen Praxisnahen Erklärungen, und fange an deine Produktfotos selbst mit dem Smartphone zu erstellen. Mit deiner Kamera kannst du deine Produkte schnell und unkompliziert in die Social Medien zeigen. Dadurch ...
 
 

29/04/2021

Brandschutzkurs, noch Plätze frei

Am 7. Mai 2021 findet im Safety Park in Pfatten und im hds-Sitz in Bozen ein eintägiger, deutschsprachiger Kurs zur Schulung von Brandschutzbeauftragte für Betriebe mit mittlerer Brandgefahr statt. Der Kurs, vorgeschrieben von der Verordnung ...