04/01/2023

Erhalt von Konzessionen für den Außenbereich vereinfacht

hds: „Innenstädte und Ortzentren nun überdenken!“

Das sogenannte Dekret „Milleproroghe“, das kürzlich mit dem Haushaltsgesetz 2023 verabschiedet wurde, sieht unter anderem eine sechsmonatige Verlängerung der Erleichterungen für die Erteilung von Konzessionen für den Außenbereich von Bars und Restaurants vor. Die Regelung wurde vorerst bis zum 30. Juni 2023 verlängert. „Für die Gastwirte ist das sicherlich eine sehr gute Nachricht“, sagt Bobo Widmann, Sprecher der Fachgruppe Gastronomie im Wirtschaftsverband hds. „Es ist gleichzeitig auch eine Gelegenheit, unsere Ortszentren zu überdenken. Der Zeitraum sollte von den örtlichen Gemeindeverwaltungen genutzt werden. Wir brauchen strukturelle Lösungen, die sowohl Unternehmer erfolgreiches Arbeiten ermöglichen als auch den Bürgern ansprechende und lebenswerten öffentlichen Raum bieten.“

Das im Freien Essen - und damit auch die Außenbereiche - war in den vergangenen von der Pandemie geprägten Jahren für die Kunden ein wichtiges Zusatzangebot. Für viele Unternehmen der Branche, die sich noch nicht vollständig von der Krise erholt hat, war es ein essenzielles Standbein. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage des italienischen Branchenverbandes Fipe hat zudem ergeben, dass 70 Prozent der Befragten Außenbereiche schätzen und sie auch nach der Pandemie beibehalten möchten.

„Wir brauchen eine Kompromisslösung, die Missbrauch vorbeugt und unsere Städte und Orte bestmöglich weiterentwickelt. Als hds-Fachgruppe Gastronomie wollen wir aktiv zur Diskussion beitragen und haben beispielsweise unsere Vorschläge zur Neuregelung der Nutzung öffentlicher Flächen in der Gemeinde Bozen bereits eingebracht. Ziel ist es, die Bürokratie so weit wie möglich zu reduzieren. Die Betriebe sollten von der Verwaltung auch in Zukunft als Partner und Bereicherung und nicht als Problem gesehen werden“, hofft Widmann.

Der öffentliche Raum muss ein Motor der Stadt- und Ortserneuerung sein, nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht, sondern vor allem im Sinne der Lebensqualität in den Städten und Orten. Die Gestaltung des öffentlichen Raums kann die Lebensqualität für Bewohner und Gäste erhöhen, Ordnung und Sicherheit in einem Ort fördern und Arbeitsplätze sichern.
 
Bobo Widmann, Sprecher der Fachgruppe Gastronomie im hds.
 
 
 
 
 
 
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