
05 Februar 2010Vintl: hds gegen die Umwidmunghds unterstützt die 12 Rekurssteller: „Für die Nahversorgung und die Stärkung der Ortskerne“Der Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol (hds) ist in diesen Tagen in das Verwaltungsverfahren im Fall Gewerbegebiet Vintl eingeschritten und unterstützt somit auf gerichtlichem Weg die 12 Rekurssteller. „Auch der hds spricht sich gegen die erfolgte Umwidmung der Gemeinde Vintl aus. Die Umwidmung des Gewerbegebietes in eine Wohnbauzone weit vom Ortskern entfernt und entlang der Staatsstraße ist nicht nur handels- und raumordnungspolitisch falsch, sondern auch rechtlich mehr als bedenklich. Nicht umsonst hat die Landesraumordnungskommission diese Bauleitplanänderung negativ begutachtet. Deshalb ist es notwendig, dass sich das Verwaltungsgericht in Bozen damit befasst“, so hds-Präsident Walter Amort. In den nächsten Tagen findet die erste Verhandlung beim Verwaltungsgericht für die Aussetzung der Vollstreckung des Gemeindebeschlusses statt. „Es geht hier nicht nur um Vintl. Es ist eine Grundsatzfrage in der Raumordnung. Dabei sollten für alle die Gesetze gleich sein“, unterstreicht Amort. Zudem schaffe die stillschweigende Genehmigung dieser Umwidmung durch die Landesregierung einen gefährlichen Präzedenzfall für Bauleitplanänderungen in anderen Südtiroler Gemeinden. „Durch die Verlagerung der Handelstätigkeit außerhalb der Orte stehen nicht nur die Nahversorgung in den Dörfern, sondern auch die Attraktivität unserer Ortskerne, die Lebendigkeit der Orte und die Lebensqualität der Bevölkerung auf dem Spiel“, schließt sich hds-Präsident Walter Amort der Argumentation der 12 Rekurssteller an. Bildbeschriftung: Gewerbezone Vintl zurück |









