04 Juli 2012Für schonenden Umgang mit Grünflächenhds begrüßt Übertragung der Raumordnungsagenda an Hans BergerDer hds begrüßt die Übertragung der Raumordnungsagenda innerhalb der Landesregierung an Landesrat Hans Berger. Dieser bringe die notwendige Erfahrung und Sensibilität mit, um die anstehende Reform des Raumordnungsgesetzes und die Ausarbeitung des Landesentwicklungs- und Raumordnungsplans Lerop voranzutreiben, so der hds. „Dabei geht es grundsätzlich – bedingt durch die Lage Südtirols - um einen schonenden Umgang mit den Flächen und um die Vermeidung einer weiteren Zersiedelung“, betont dazu hds-Direktor Dieter Steger. „Immerhin liegen 59,7 Prozent von Südtirols Fläche über 1.600 Meter Meereshöhe. Und nur 2,85 Prozent der Gesamtfläche sind besiedelt, der Rest sind Berge und Gletscher, Wald, Almen und Wiesen und landwirtschaftlich genutzte Flächen“, erklärt Steger. Was den Einzelhandel betrifft, so sei es oberste Zielsetzung, diesen in den Ortskernen zu stärken und weiterzuentwickeln – dort, wo die Menschen leben. Der im Raumordnungsgesetz festgeschriebene Grundsatz - Einzelhandel nicht im landwirtschaftlichen Grün und nur ausnahmsweise im Gewerbegebiet - solle weiterhin eine Säule der Südtiroler Wirtschaftspolitik bleiben. Auch die Ansiedlung von Dienstleistern solle vordergründig in den Ortskernen und bewohnten Gebieten und nicht in Gewerbegebieten erfolgen. „Die verschiedenen Dienstleister sorgen mit ihrer Anwesenheit und gemeinsam mit dem Einzelhandel für attraktive und lebendige Orte“, so Steger. Was die Gewerbegebiete anbelangt, so sollten diese auch Gewerbegebiete bleiben und nicht etwa in Wohnzonen oder sonstigen Mischzonen umgewidmet werden können. Als Negativbeispiel in diesem Zusammenhang nennt Steger Nordtirol: „Dort zieht die Wirtschaftskammer gegen eine verfehlte Raumordnung zu Felde. Diese hat zu ausgestorbenen Ortskernen geführt - mit Wildwuchs an den Ortsrändern und an die 60 Gemeinden ohne Nahversorgungsbetriebe.“ Entscheidende Kriterien für eine funktionierende Raumordnung sind weiters Rechtssicherheit, Transparenz, Objektivität und Berechenbarkeit. „Anlassgesetzgebung, die nur einigen wenigen zugute kommt und Einzelinteressen befriedigt, ist zu bekämpfen. Geltende Gesetze sind einzuhalten und haben für alle gleich zu gelten“, fordert der hds. Die Raumordnungsagenda sei mit Berger auf jeden Fall in guten Händen, denn die Belebung des ländlichen Raums und der Stadtviertel sei ihm ein wichtiges Anliegen, so der der hds abschließend. Bildbeschriftung: hds begrüßt Raumordnungsagenda an Landesrat Hans Berger (Foto: Andreas Marini) zurück |













