
Projekt Frau
Nach vielen Jahren aktiven Einsatzes im hds, zuletzt an der Spitze der Handelsagenten und -vertreter, fühle ich mich nun bereit, mich der Gründung einer Frauengruppe im hds zu widmen.
Ich bedanke mich bei der Führungsspitze des hds für diese Gelegenheit. Wer mich kennt, der weiß, wie zielstrebig ich neue Wege einschlage.
Um dieses Projekt bestmöglichst anzugehen, kann ich im hds auf die Unterstützung von Christine Walzl als Fachgruppenleiterin sowie Bettina Bini und Sigrid Innerebner zählen.
Professionalität und Organisationsfähigkeit, Sensibilität und Zielstrebigkeit sind Eigenschaften die besonders Frauen zuzuschreiben sind. Aus diesem Grunde erlaube ich mir zu behaupten, dass keine Organisation, soziales Modell oder Interessensvertretung mehr ohne auskommen kann. Viel zu wenig Frauen sitzen in Verwaltungsräten oder gehören in den Unternehmen zu Führungsgremien – sei es im privaten als auch im öffentlichen Sektor. Ganz zu schweigen von der Politik, die nach wie vor ein Spielfeld für vorwiegend Männer bleibt.
Gerade auf politischer oder unternehmerischer Ebene würden viele Entscheidungen anders, ausgeglichener ausfallen, wenn sie gemeinsam von Frauen und Männern diskutiert würden.
Unternehmen, die bereits seit mehreren Jahren auf die Vertretung von Frauen an ihrer Spitze zählen können, erzielen bessere Ergebnisse, sowohl vom Standpunkt der Wirtschaft als auch der Nachhaltigkeit.
Gerade in schweren Zeiten, wie wir sie derzeit mit der ökonomischen Krise und dem Verlust der Werte erleben, ist der Beitrag aller – Frauen wie Männer - überall nötig oder sogar unentbehrlich.
Mein Standpunkt ist keineswegs feministisch, sondern weiblich.
Aus weiblicher Sicht, muss sich die Welt verändern: Werte wie Respekt, Ehrlichkeit, Solidarität, Geradlinigkeit sowie der Schutz der Schwächeren müssen wieder die Oberhand gewinnen über Arroganz, Gewalt, Vortäuschung und Treulosigkeit.
Wir möchten unseren Beitrag zu dieser Gesellschaft leisten, jedoch nicht mehr hinter den Kulissen, sondern an vorderster Front; wir möchten Verantwortung übernehmen und aktiv mitwirken und dementsprechend auch aufgrund der erbrachten Leistung beurteilt werden und nicht – wie bisher oft üblich – betätschelt und unterschätzt werden.
Gabriella Boscheri



